Das Wohnheim

Haus 181214   (4)In diesem von der GBH neu erbauten Wohnheim im Eichenweg 81 wohnen ab  Dezember 2014 ca. 50 Flüchtlinge vorwiegend aus den Krisen- und Kriegsgebieten in Afrika aber auch aus Europa . Diese Flüchtlinge haben nach einer sehr strapaziösen und zum Teil lebensgefährlichen Reise einige Zeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung des Landes verbracht und sind dann an die Stadt Hannover weiter geleitet worden. Die Heimaufnahme der Anreisenden richtet sich nach Geschlecht, Nationalitäten, fam. Verhältnissen und  Bekanntschaften, besonders innerhalb der Wohngruppen.
Das zweistöckige Heim bietet in 9 Wohneinheiten ca. 50 Personen Platz. Eine zehnte Wohneinheit wird  von der Verwaltung, dem Wachdienst und der Sozialarbeiterin genutzt. Jede dieser Wohneinheiten umfasst fünf Wohnräume, eine Küche mit Sitzgelegenheit und ein Bad.
Das Gebäude der Stadt Hannover wird über einen Mietvertrag mit der GBH langfristig genutzt.  Gemäß den kommunalen Grundsätzen zur Flüchtlingsunterbringung stehen jedem Heimbewohner ca. 10m2 Wohnraum zur Verfügung. Hinzu kommen die gemeinschaftlich genutzten Flächen. Des weiteren verfügt jedes der Zimmer über das Allernotwendigste: ein Bett, einen Schrank, einen Tisch und einen Stuhl. Die Einbauküche pro Wohneinheit bietet den Familien oder Wohngemeinschaften die Möglichkeit, ihre Mahlzeiten selber zuzubereiten.

Der mit nur 20msehr knapp bemessene Gemeinschaftsraum soll den Hausaktivitäten wie z.B. Sprachunterricht oder Begegnungstreffen Platz bieten und auch für Freizeit- Angebote zur Verfügung stehen. Ein Kinderspielzimmer ist nicht ausgewiesen, auch im Außenbereich ist nur ein Sandspielplatz vorgesehen. Zusätzliche Angebote für Kinder sind aus unserer Sicht erforderlich.
Das Außengelände verfügt zur Straßenseite Auto- und Fahrradstellplätze, rückwärtig besagten Sandkasten. Das Gelände ist mit einem niedrigen Zaun eingefriedet. Zusätzlich werden noch  Sitzgelegenheiten im Freien geschaffen werden.

Dem Betreiber „Fair Facility“ obliegt die Heimorganisation. Hierzu gehört die personelle Ausstattung des Hauses mit Heimleitung, Sozialarbeiter(n), Hausmeisterei und Wachdienst sowie die Erstellung einer Hausordnung. Dies geschieht idealerweise mit den Bewohnern zusammen. Überhaupt ist gewünscht, dass die Bewohner dem Haus ihre Prägung geben, sich verantwortlich fühlen und die soziale Organisation ihres Miteinanders selbst in die Hand nehmen. Unterstützung für die Heimbewohner gibt es z.Zt. in folgenden Bereichen:

  • Organisation der (Sach)Spenden
  • Sprachförderung
  • Unterstützung beim behördlichen und sonstigen Schriftverkehr
  • Kinderbetreuung
  • Begegnungsangebote im Stadtteil
  • Mobilitätsförderung
  • Außen- und Innenbereichsgestaltung
  • Kulturelle Angebote, Sport und Freizeitgestaltung, Feste
  • Öffentlichkeitsarbeit

Dabei wird mit verschiedenen Einrichtungen des Stadtteils kooperiert wie z.B. Vereinen, Kirchen und auch Einzelpersonen.

Das Heim ist rund um die Uhr personell besetzt, tagsüber in der Regel durch mehrere, betreuende Personen wie Heimleiterin, Sozialarbeiterin, Hausmeister; nachts und am Wochenende gibt es einen durchgehenden Wachdienst.