Endlich gibt es einen kostenlosen Internetzugang im Flüchtlingsheim, allerdings …..

rF beim Chatten

Nach einem Jahr Warten und viel Mühe ist es nun endlich soweit, und ein immer wieder geäußerter Wunsch der Flüchtlinge ist in Erfüllung gegangen: Seit einer Woche  können die Bewohner nun ins Internet und kostenlos mit Verwandten und Freunden in der alten und neuen Heimat per Email oder Skype in Kontakt treten, Deutsch durch Internetprogramme lernen und sich auch über Wichtiges und Aktuelles hier in Deutschland informieren (wie z.B. Jobs, Ausbildungen und Studium usw.). Ebenso fordert es zum Deutschlernen heraus, denn es muss in der neuen Sprache gelesen und geschrieben werden. Außerdem wird der Geldbeutel entlastet, denn etliche Flüchtlinge mussten bei dem Regelsatz von 330€/Monat ca. 20 € im Monat für das Internet ausgegeben.

Viele Überlegungen und Anstrengungen waren nötig, wie  z.B. die Frage der Finanzierung der Kosten (privat oder kommunal), das Problem der Störerhaftung (derjenige, der in Deutschland einen Internetanschluss betreibt, haftet juristisch für alles, was mit diesem Anschluss gemacht werden kann) und letztendlich auch die Anschaffung und der Unterhalt von Hard- und Software. Unsererseits wurde ein Antrag auf Einrichtung des Internets  beim Bezirksrat Bothfeld gestellt, der dann von SPD und Grünen unterstützt wurde. Es wurde im Sommer eine Unterschriftenliste der Heimbewohner in die Wege geleitet, die dann dem Ministerpräsidenten Weil bei unserem Sommerfest überreicht wurde. Außerdem gab es auch noch eine öffentliche Unterstützung durch die Zeitungen HAZ und NP. Durch viele Nachfragen bei der Stadt Hannover und beim Unterstützerkreis der Flüchtlingsheime Hannover, sowie durch technische und juristische Beratung seitens kompetenter Einzelpersonen kam es dazu, dass für unser Flüchtlingsheim (wie auch für alle anderen hannoverschen Flüchtlingsunterkünfte) etwa zeitgleich ein Internetanschluss bis zum Jahresende eingerichtet wurde. In der Zwischenzeit  haben wir noch Verstärker (sogenannte  „Repeater“ ) an das interne Hausnetz angeschlossen, die es ermöglichen sollen, dass jeder Bewohner in seinem Zimmer ins Internet gehen kann und nicht zum Netzempfang jedes Mal in den Gemeinschaftsraum  gehen muss.

Allerdings….   Inzwischen zeigt sich nach einigen Wochen, dass die Internetverbindung zu schwach ist,  d.h., wenn z.B. 5 Bewohner gleichzeitig ins Internet gehen und viele Daten laden (z.B. bei Videos), bricht das Internet ganz zusammen oder die Ladezeiten werden zu lang. Ursache ist vermutlich die zu geringe Bandbreite des Anschlusses und/oder ein ungünstig montierter Router. Zusätzlich reicht die Sendeleistung der Anlage nicht aus, das Internetsignal bis an das Ende des Heimes zu übertragen.  Für all diese Probleme bräuchten wir Hilfestellung von sachkundigen, externen Fachleuten!

Die bisher gespendeten und mit Linux aufgerüsteten Computer ( Desk-Top Computer mit Monitor) sind soweit vorhanden an die Bewohnern verliehen worden. Auch Haftungsfragen, Wartung und Reparatur der Geräte sind inzwischen geklärt. Eine „Computerschulung“ für die Linuxgeräte soll noch veranstaltet werden, für alle die, die neben der Nutzung ihres Smartphones die Arbeit an einem „richtigen“ Computer kennenlernen wollen. Auch hierbei könnten wir gut noch Hilfestellung von außen gebrauchen.

Für uns als Flüchtlingsinitiative bietet sich mittelfristig damit eine neue Möglichkeit gezielt mit den Bewohnern z. B. per Email zu kommunizieren.