Jetzt fängt es richtig an

Heim Fertig Südwest(1)22.01.15

Seit Jahresbeginn geht die Organisationsarbeit in unserer Initiative richtig los: In einem turbulenten Planungsgespräch Anfang Januar haben wir uns (neben  anderen einzelnen Unterstützern) als Flüchtlingsinitiative zum ersten Mal mit der Heimleitung zusammengesetzt, um unsere Angebote an das Flüchtlingsheim vorzustellen und zu koordinieren.

Ein Schwerpunkt unserer zukünftigen Tätigkeit wird ein von uns gegebener ehrenamtlicher Deutschunterricht sein, der 1 bis 2 Mal in der Woche abends stattfinden soll. Parallel zu unserem Angebot findet dann ab Februar 2015 ein professioneller Deutschkurs der KARGAH, Hannover (dreimal nachmittags pro Woche je 4 Unterrichtsstunden für mehrere Monate –  allerdings nur für 15 Teilnehmer) statt.

Einmal in der Woche werden wir, wahrscheinlich dienstagnachmittags, ein sogenanntes „Kontakt-Cafe“ anbieten, unser niederschwelliges Angebot mit Tee, Kaffee und Kuchen, bei dem wir mit den Bewohnern des Heims ins Gespräch kommen und herausfinden wollen, wo „der Schuh drückt“.

Ein weiterer Schwerpunkt werden sportliche Angebote sein, die sich an unsere „Zielgruppe“ richten – nämlich 40 überwiegend junge Männer im Alter von ca. 20 bis 30 Jahren. Dabei geht es um eine Kooperation mit Bothfelder Sportvereinen (wie z. B dem TUS  Bothfeld)  und auch um eigene Angebote, wie z.B. der Aufstellung einer Fußballgruppe, der Teilnahme am Lauf um den Altwarmbüchener See und die Bereitstellung einer gespendeten Tischtennisplatte für den Außenbereich des Heims.

Seit einiger Zeit betreuen wir meist vormittags mehrere Kinder im Kleinkind- bzw. Vorschulalter, damit die Mütter Gelegenheit haben, außerhäusliche Termine (Einkäufe, Arztbesuche, Behördengänge) wahrzunehmen. Es ist daran gedacht, Deutschunterricht für Mütter mit gleichzeitiger Kinderbetreuung anzubieten.

Von Anfang an kümmern wir uns um Sachspenden, deren Bedarf häufig rasch wechselt. Nachdem Kleidung z. Zt. nicht mehr gefragt ist, und es auch an Lagermöglichkeiten mangelt, werden jetzt vorrangig kleine Möbelstücke, Haushaltsgegenstände und Männersportschuhe nachgefragt (siehe Spendenaufruf). Für diesen Bereich bräuchte man zusätzlich jemand, der über Transportmöglichkeiten (Anhänger oder Kleintransporter) verfügt und auch „zupacken“ kann.

Ein neuer Schwerpunkt könnte die Gestaltung des Wohnheims werden. Nachdem wir die Anbringung einer Pinnwand ermöglicht haben, machen wir uns Gedanken zur Verbesserung des Gemeinschaftsraumes (Möblierung, Bücher, wie Wörterbücher, Kinderbücher, Lexika). Einige große Kübelpflanzen und ein Hängungssystem für Bilder(rahmen) stehen noch auf dem Programm. Eine Verbesserung der Raumakustik im Gemeinschaftsraum erscheint uns dringend notwendig. Internetzugang (über einen „Hotspot“) und Satelliten-Fernsehanschlüsse sind in Vorbereitung.

Stand 22.01.15: Zum Thema Sachspenden und Unterstützungsangebote:

Wir haben uns über die sehr zahlreichen Angebote von Sachspenden und Unterstützungsangebote der Bothfelder sehr gefreut – herzlichen Dank an alle!

Wir sind seitens der Heimleitung  gebeten worden, vorläufig von Kleidungsspenden abzusehen, da es kaum Lagermöglichkeiten gibt und der Bedarf auch inzwischen gedeckt ist.

Lediglich kleine Nachtschränkchen, Kommoden, kleine Tischlampen, Rucksäcke, gr. Kochtöpfe (ca. 5 Liter), Regenschirme, Wörterbücher (dt./engL, dt./arabisch) und Sportschuhe werden zurzeit noch benötigt.