Vorstellung unserer Initiative im Flüchtlingswohnheim am 23.12.14

Nachdem das Flüchtlingswohnheim am 8. Dezember 2014 eröffnet wurde und inzwischen voll belegt ist, haben sich erste Kontakte zwischen uns und den Flüchtlingen ergeben.

Einige  betreuen schon kurzfristig die Kinder von Müttern, die Auswärtstermine zu erledigen haben. Heute stellten wir uns erstmalig den Bewohnern und Bewohnerinnen „offiziell“ vor. Bei der Übergabe unserer kleinen Geschenke (Stadtplan, Kalender, Schreibblock, Stift, Süßigkeit und Begrüßungsschreiben) kamen wir mit den Flüchtlingen ins Gespräch, glücklicherweise war es möglich, dies in einfachem Englisch zu führen. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass unser Besuch positiv aufgenommen wurde.

Im anschließenden Gespräch mit der Heimleitung erfuhren wir, dass sich die 48 Bewohner aus 3 Frauen, 5 Kindern und 40 Männern (vorwiegend aus dem Sudan, wenige aus Ghana, Mali, Nigeria, Georgien, Syrien, Iran, Marokko) zusammen setzen. Das Durchschnittsalter der Erwachsenen liegt bei ca. 30 Jahren. Einige sind aus der Flüchtlingsunterkunft in Ahlem übergewechselt; die meisten kommen aus zentralen Aufnahmelagern und sind erst kurz in Deutschland. Wie wir erfuhren, stammen die Flüchtlinge überwiegend aus Städten und verfügen über qualifizierte Bildungsabschlüsse.

In der ersten Zeit nach ihrer Ankunft müssen die Flüchtlinge vielfältige Formalitäten erledigen: Meldung bei der Ausländerbehörde, Ordnungsamt usw. Neben der Bewältigung ihrer alltäglichen Aufgaben wie Einkauf, Essen zubereiten, Haushalt, Wäsche waschen usw. fahren sie zu ersten Erkundungen in die Stadt.  Darüber hinaus gibt es zurzeit noch kaum weitere Beschäftigungsmöglichkeiten – ein Sprachkurs ist noch in Planung, das Außengelände ist noch nicht angelegt und bei diesem Wetter auch nicht zu nutzen, Fernsehen oder Internet gibt es (noch?) nicht. In unseren Gesprächen wurde der Wunsch nach Sport- und Freizeitaktivitäten (Fußball, Tischtennis) deutlich. Langeweile ist unter den gegebenen Umständen nur schwer zu vermeiden.

Zu Jahresbeginn möchten wir mit unserer Initiative einen wöchentlichen Nachmittagstermin einrichten, an dem einige von uns im Flüchtlingsheim bei Kaffee, Tee und Keksen für Gespräche, Fragen und Unterstützung der Flüchtlinge zur Verfügung stehen.